Geschichte

Die Bedeutung von Tang Soo Do

Wörtlich übersetzt weist das Wort ‚Tang‘ auf die T’ang Dynastie in China hin, welches den kulturellen Hintergrund zwischen China und Korea (617-907 n. Chr.) reflektiert. ‚Soo‘ bedeutet nicht nur Hand, sondern auch Schlag, Angriff oder Verteidigung und ‚Do‘ ist der Weg oder die Kunst des Lebens. Man kann also sagen, dass Tang Soo Do die klassische koreanische Kampfkunst ist, die von der T’ang Methode beeinflusst wurde.

“Tang” – Vom Chinesischen T’ang System (617–905 n. Chr.)

“Soo” – “Soo” in der Bedeutung von Hand, Schlag oder Verteidigung

“Do” – Weg oder Kunst (des Lebens)

Die Entwicklung in Korea

The Three Kingdoms

Das Erbe von koreanischen Kampfkünsten kann über 2000 Jahre, bis zur Periode der drei Königreiche, zurückverfolgt werden. Nicht lange nach dieser Entwicklung in China entstand eine frühe Version dieser Kunst auf der koreanischen Halbinsel. Zu dieser Zeit war Korea in drei Königreiche unterteilt und jedes von ihnen entwickelte unabhängig voneinander Soo Bahk oder Kwon Bop. Das Königreich Koguryo regierte den Norden, Silla den Südosten und Paekche den Südwesten. Nach langjährigen Kriegen ging das Silla Königreich 668 n. Chr. als Sieger über seine Nachbaren hervor. Es war berühmt für seine militärischen Streitkräfte der jungen Kriegerklasse der Hwa Rang.

Moo Yae Dobo Tongji

Mit Beginn der Yi Dynastie (1390 – 1907 A.D.) erschien das erste und bedeutendste Buch Koreas über die Kampfkünste, das ‚Moo Yae Dobo Tongji‘ und der Begriff ‚Soo Bahk Do‘ (Weg des Handkampfes) wurde allgemein benutzt. Während der japanischen Besetzung (1907 – 1945) war die Ausübung nationaler Kampfkünste verboten. Dieses Verbot zwang viele koreanische Soo Bahk Do Meister zu emigrieren oder heimlich zu üben. Nach der Befreiung Koreas 1945 wurde das Moo Duk Kwan (Institut der Kampftugenden) und vier weitere Kampfkunstschulen gegründet.

Grandmaster Hwang Kee

Großmeister Hwang Kee, der Tang Soo Do entwickelte, war ein ungewöhnlicher Kampfkunstexperte. Bereits im Alter von 22 Jahren erreichte er schon die Meisterschaft in Soo Bahk Do sowie auch in Tae Kyun. In diesem Alter reiste er 1936 von Korea ins nördliche China und traf dort auf eine chinesische Kampfartistik, genannt die ‚Tang Methode‘ und entwickelte das heute bekannte Tang Soo Do.Nach seiner Rückkehr gründete er 1945 in Seoul/Korea die Schule des Moo Duk Kwan, in der er die von ihm entwickelte Kampfkunst des Tang Soo Do unterrichtete. 

Die Gründung der Traditional Global Tang Soo Do Association (TGTSDA)

Grandmaster Jae C. Shin

Die TGTSDA wurde auf den Prinzipien aufgebaut, wie sie die Führung vom verstorbenen Großmeister Jae Chul Shin gelernt hat. Großmeister Shin siedelte in die Vereinigten Staaten von Amerika über und startete dort 1968 die United States Tang Soo Do Federation. Zu dieser Zeit war er unter der Aufsicht der koreanischen Soo Bahk Do Vereinigung, verließ diese jedoch später, um 1982 die World Tang Soo Do Association zu gründen. Als er 2012 starb, begleitete Großmeister Shin den Rang eines 9. Dan und seine Lehren hatten sich über die ganze Welt verbreitet.

Die Wurzeln von Großmeister Shin und seine Philosophie bekam er durch das Training mit Großmeister Hwang Kee. Großmeister Shin baute eine Organisation auf, die weit über die Grenzen der USA hinaus reichten.

Zu Beginn 2020 formierte sich eine neue Organisation, die TGTSDA, unter der Führung von 7. Dan Senior Meister Klaus Trogemann. Das Ziel ist ist eine Rückbesinnung auf die Philosophie der Kunst gemäß des Mottos einen wahrhaftigen globalen Geist zu entwickeln, der die Traditionen der Kunst ehrt. Dabei soll ein Sinn für Verbundenheit , Kameradschaft und Fairness aufrecht erhalten werden und ein ethischer Ehrenkodex für unser Handeln eingehalten werden. Wir möchten eine großartige Kampfkunst sein und auch daran arbeiten, Eins mit der Natur zu sein.

Die TGTSDA hielt ihre Gründungsversammlung am 14. Dezember 2019 in München, Deutschland.

Gründungsversammlung der TGTSDA in München, Deutschland

Foto: L. Kalojanidis